Wie gehen Sie mit Problemen um?

Wie gehen Sie mit Problemen um?
Im Unterschied zu einer Verhaltensfrage, bei der Sie konkrete Beispiele anführen können, ist bei dieser Fragestellung eher eine allgemein gehaltene Antwort angemessen. Sie müssen hierzu Ihr Verhalten im Umgang mit Problemen beschreiben. Eine gute Antwort legt eine Taktik da, wie Sie mit schwierigen Situationen umgehen. Bleiben Sie ruhig? Haben Sie eine bestimmte Herangehensweise, um die Situation zu analysieren? Nutzen Sie gezieltes Fragen, um das Problem besser zu erfassen? Gerade solche systematischen Vorgehensweisen sind für die InterviewerInnen interessant, denn sie zeigen, dass Sie mit einer solchen Situation souverän umgehen können. Ergänzen Sie Ihre Antwort dann um ein Beispiel, in der Sie die beschriebenen Methoden bereits angewendet haben, und zu welchem Ergebnis Sie dadurch kamen.
Eine denkbare Antwort wäre:

„Ich versuche erstmal, das Problem genau zu verstehen. Was könnte die Ursache sein? Warum hat der Plan nicht funktioniert? Wie könnte die andere Person eine Aussage oder ein Verhalten von mir falsch verstanden haben? Gegebenenfalls frage ich dann freundlich nach, oder beschaffe mir noch mehr Informationen über das Problem. Bei Projekten sind häufig wichtige Einflussfaktoren nicht beachtet worden. Oft sind auch Missverständnisse oder fehlende Informationen schuld an Problemen. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich das Problem verstanden habe, suche ich aktiv nach einer Lösung.“

Ein weiteres passendes Beispiel wäre:

„Während der Hochrechnung der Umsatzzahlen im letzten Jahr stellte ein Kollege fest, dass die Summen unrealistisch hoch waren. Wir mussten die Analyse innerhalb von zwei Stunden präsentieren, und haben versucht, den Fehler zu finden. Dazu sind wir zunächst alle Variablen und Formeln durchgegangen, und haben sie auf ihre Richtigkeit untersucht. Anschließend sind wir die Annahmen durchgegangen. Dabei ist uns aufgefallen, dass ein Zahlendreher bei einer der Annahmen vorlag. Der Fehler war schnell behoben, und die Hochrechnung passte.“

Ihre Antwort kann auch in eine völlig andere Richtung gehen. Vielleicht brauchen Sie in schwierigen Situationen erstmal Abstand, um einen klaren Kopf zu behalten. Oder Sie replizieren bei der Fehleranalyse Ihr Vorgehen und wiederholen jeden Schritt von Anfang an. Hauptsache, es ist eine Methode oder ein systematischer Ansatz erkennbar. Zeigen Sie, dass schwierige Situationen für Sie zum Arbeitsalltag gehören. Es kann immer mal wieder etwas schief gehen, aber Sie sind immer in der Lage, einen kühlen Kopf zu bewahren.
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